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31.10.2014

Lese-Tipp: Die Selbstheilungskräfte aktivieren

Der Tagesspiegel berichtete am 27.10. über die Wirkungsweise der Naturheilkunde. Prof. Andreas Michalsen erläutert wie unter anderem auch ein Placebo-Effekt bei Akupunktur und anderen Therapien die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren kann.
Immanuel Krankenhaus Berlin - Naturheilkunde - Nachricht - Tagesspiegel - Selbstheilungskräfte aktivieren - Prof. Andreas Michalsen

Der Artikel benennt die Aktivierung der körpereigenen Schutzfunktionen als eines der Kernthemen der Naturheilkunde. Der Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde an der Charité-Universitätsmedizin Berlin Prof. Dr. med. Andreas Michalsen wird darin zitiert wie einfach das sein kann: ein Spaziergang an der frischen Luft, dabei der Blick ins Grüne, in die Natur. Denn gezielte Entspannung und Enschleunigung sind entscheidend im Umgang mit Stress, einer der Hauptursachen für zahlreiche -nicht nur psychische- Erkrankungen.

Gilt es, akute gesundheitliche Probleme zu behandeln, so setze Michalsen unter anderem auf ein Hilfsmittel, das trotz zahlreicher klinischer Studien in manchen Kreisen immer noch mystifiziert wird: der "Placebo-Effekt". Der Begriff stamme aus der Pharmaforschung, Michalsen spreche aber lieber von "unspezifischen Effekten". Bis heute seien die Ursachen ihrer Wirkung noch nicht vollständig geklärt. Fakt sei aber, dass auf diesem Wege schon unzähligen Patienten geholfen werden konnte. Manchmal lindere allein der Glaube an die Heilkraft einer Behandlung die Symptome.

Der Artikel erläutert dies am Beipiel der Therapie mit Blutegeln. Ungeachtet der wissenschaftlich nachweisbaren Wirkweise durch die im Speichel enthaltenen Enzyme, hätten viele die Vorstellung, dass die Tiere böse Säfte aus dem Körper saugen. Der Vorgang gleiche einem heilenden Ritual, so versteht der Artikel die naturheilkundliche Behandlung. Diesen Effekt habe auch die Akupunktur. Die feinen Nadeln unterbrechen an ausgesuchten Punkten Nervenbahnen, wodurch der Schmerz gelindert wird. Doch die Suche nach den richtigen Punkten auf der Haut, die Konzentration und beruhigenden Worte des Arztes seien Teil eines "rituellen Gesamtkunstwerkes" und ebenso wichtig wie die medizinsch erklärbare Wirksamkeit.

Ebenso der "Sparte unspezifische Faktoren " zugehörig, sei die langjährige Erfahrung und die genaueste Auseinandersetzung mit dem Patienten. Ein Aufnahmegespräch dauert in der Naturheilkunde 60 Minuten. In dieser Zeit informiert sich der Arzt nicht nur über berufliche und private Umstände, sondern entwickelt eine Atmosphäre des Vertrauens und für den Patienten das Gefühl gut aufgehoben zu sein. Diese positive Einstellung trage maßgeblich zum Gelingen der Behandlung bei.

Natürlich sind die psychosozialen Voraussetzungen bei jedem Patienten anders. Nicht immer, so der Artikel, könne die Naturheilkunde daher als alleiniges Allheilmittel dienen. "Wenn die Gesundheit im Eimer ist", wie Michalsen zitiert wird, helfe nur noch eine drastische Veränderung des Lebensstils und der gezielte Einsatz schulmedizinischer Maßnahmen.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf der Website des Tagesspiegels

 
 
 
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