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Der Winter hält Berlin fest im Griff, und mit den kalten Temperaturen steigen auch die Unfallzahlen. Besonders auf Straßen und Gehwegen, die durch Eis, Schneematsch und festgetretenen Schnee nur unzureichend geräumt sind, kommt es immer häufiger zu Knochenbrüchen – sowohl bei Fußgängern als auch bei Radfahrern.

Zuwachs an Frakturen im Winter – Eine medizinische Einschätzung

„In dieser Jahreszeit sehen wir vermehrt Patientinnen und Patienten mit Frakturen, die sowohl durch die Glätte als auch durch Rückkehrer aus dem Skiurlaub bedingt sind. Besonders Sprunggelenks- und Fußfrakturen sowie Kniegelenksverletzungen treten häufig auf“, erklärt Dr. med. Peter Naatz, Chefarzt der Abteilung Untere Extremität, Endoprothetik und Fußchirurgie.

Auch die Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie verzeichnet einen deutlichen Anstieg an Verletzungen: „Insbesondere handgelenksnahe Frakturen wie Radiusfrakturen und Mittelhandbrüche nehmen zu.“, so Dr. med. Michael Berndsen, Chefarzt der Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie.

Trotz zusätzlicher Notfälle Patientenversorgung sichergestellt

Sein Kollege, Dr. med. Georg Garanin, ebenfalls Chefarzt der Abteilung für Orthopädie – Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie, ergänzt: „Diese Notfälle kommen aktuell zusätzlich zu unserem normalen OP-Programm. Durch den Einsatz von Zusatzschichten, wie zum Beispiel Spätdiensten, können wir jedoch die Patientenversorgung auch unter diesen erschwerten Bedingungen sicherstellen.“

Tipps zur Unfallvermeidung

Um Unfällen vorzubeugen, empfehlen Experten, besonders vorsichtig auf vereisten und verschneiten Wegen zu gehen. Stollenreifen und antirutschfeste Schuhe können helfen, das Risiko von Stürzen zu verringern. Zudem sollten bei Spaziergängen auf ungeräumten Wegen die äußeren Umstände beachtet werden, und im Zweifelsfall lieber die sichere Alternative suchen.