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Neue Heimat Pflege - von Somalia nach Berlin
Abdikadia Yussuf Abdi absolviert seine Ausbildung zum Pflegefachmann am Immanuel Krankenhaus Berlin Wannsee. In „Natürlich gesund“ spricht er gemeinsam mit Manuela Sommerfeld über seinen Einstieg in die Pflege.
Gäste bei Moderatorin Julia Nogli im Studio von „Natürlich gesund“ sind Manuela Sommerfeld, Ausbildungsleitung Pflege/ Praxisanleiterin, und Abdikadia Yussuf Abdi, Azubi als Pflegefachmann am Immanuel Krankenhaus Berlin (Standort Wannsee). Herr Abdi wurde in Somalia geboren, lebt seit 2015 in Berlin und hat zuvor bereits die einjährige Ausbildung zum Pflegehelfer/ Pflegefachassistent absolviert.
Im Interview der Sendung „Natürlich gesund“ erzählt er gemeinsam mit Manuela Sommerfeld, Ausbildungsleitung Pflege und Praxisanleiterin, über:
- Warum er sich für den Pflegeberuf entschieden hat
- Seine Erfahrungen während der Ausbildung
- Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Pflege
- Die Organisation des Schichtdienstes
Das Immanuel Krankenhaus Berlin steht für multikulturelles Miteinander: Mitarbeitende aus verschiedenen Ländern arbeiten gemeinsam, lernen voneinander und bringen unterschiedliche Perspektiven in den Pflegealltag ein. Abdikadias Weg zeigt, wie praxisnah und vielseitig die Pflegeausbildung ist.
Neue Heimat Pflege – von Somalia nach Berlin
Abdikadia Yussuf Abdi absolviert seine Ausbildung zum Pflegefachmann am Immanuel Krankenhaus Berlin Wannsee. Gemeinsam mit Manuela Sommerfeld, Ausbildungsleitung Pflege und Praxisanleiterin, spricht er über seinen Weg in die Pflege, persönliche Erfahrungen im Berufsalltag und darüber, warum er sich bewusst für diesen Beruf entschieden hat bei „Natürlich gesund“.
Julia Nogli: Radio Paradiso mit der Sendung Natürlich gesund am 12. Mai, das ist der internationale Tag der Pflege. Ich bin Julia Nogli und unser Thema heißt heute Neue Heimatpflege von Somalia nach Berlin.
Pflegeausbildung im Immanuel Krankenhaus Berlin. Zwei Gäste habe ich im Studium, einmal Manuela Sommerfeld, Ausbildungsleitung, Pflege beziehungsweise Praxisanleiterin und Abdi Kadir Yusuf Abdi, Azubi am Immanuel Krankenhaus Wannsee. Hallo, ich grüße Sie.
Hallo, schönen guten Abend. Frau Sommerfeld, erst mal allgemein, Ausbildungsleitung, Pflege, was bedeutet das? Zu Immanuel gehört ja ganz viel dazu.
Was machen Sie?
Manuela Sommerfeld: Ja, also zum Immanuel Krankenhaus Berlin gehören ja beide Standorte, einmal Berlin Wannsee und Berlin Buch. Ich bin für beide Standorte verantwortlich. Vom Bewerbungsmanagement, Bewerbungsgespräche, Einstellung bis hin zu Koordination der Einsätze, Organisation, natürlich eben auch, um unsere Auszubildenden zu begleiten und eben halt auch, ja, eigentlich Mutti für alles, Ansprechpartner für jeder Mann und letztendlich eben halt auch für die Praxisanleitung im Immanuel Krankenhaus Berlin verantwortlich.
Und Sie kommen selbst aus dem Beruf sind Krankenschwester, wie man es früher gesagt hat. Ganz typisch Krankenschwester, habe meine Ausbildung eben halt noch zu DDR-Zeiten gemacht, bin seit 93 im Immanuel Krankenhaus eben halt ganz normal als Krankenschwester, habe dann meine Qualifizierung zum Praxisanleiterin gemacht und ja, letztendlich durch Einführung der generalistischen Ausbildung bin ich jetzt seit 2020 die Leitung der Ausbildung. Genau, weil einer muss ja da das Zepter einer Hand haben.
Julia Nogli: Okay, da kommen wir gleich noch mal ein bisschen genauer, welche Berufe das eigentlich im Einzelnen sind, wie die jetzt überhaupt auch heißen. Aber wir haben hier jemand in Ausbildung, Abdi Kadir Yusuf Abdi. Sie kommen ursprünglich aus Somalia.
Abdikadia Yussuf Abdi: Genau, ich komme aus Somalia und ich bin seit 2015 hier in Berlin.
Julia Nogli: Da waren Sie noch sehr jung, oder?
Abdikadia Yussuf Abdi: Ja, ich war damals 17 Jahre alt. Ah, okay. So bin ich hier in Berlin groß geworden.
Julia Nogli: Okay, ja, genau. Ja, das hört man ja auch. Haben Sie dann auch Sprachkurs und alles gemacht oder hat es sich so ergeben, weil Sie einfach hier waren und gedrückt haben?
Abdikadia Yussuf Abdi: Damals war ein bisschen schwierig für die Geflüchteten. Aber zum Glück habe ich mehrere Unterstützungen von den Berliner und Berlinerinnen bekommen und durfte ich dann damals meinen Sprachkurs in Marzahn, Hellersdorf, Berlin in der Sprachschule machen. Bis mein B1-Kurs und dann habe ich weitergemacht mit meinem Hauptschulabschluss.
Julia Nogli: Aha, ja, genau.
Abdikadia Yussuf Abdi: Danach habe ich dann mit der Ausbildung in die Pflege gekommen.
Julia Nogli: Warum gerade Pflege? War das von vornherein so ein Wunsch oder haben Sie bemerkt, oh, die brauchen hier dringend Leute?
Abdikadia Yussuf Abdi: Ja, zum Glück war mein Papa ein Krankenwagenfahrer für fast 40 Jahre und als ich Kind war, manchmal übernachte ich auch mit ihm unterwegs, im Krankenhaus. Deswegen habe ich dann diese Verbindung von damals, von Kindheit bekommen. Und als ich hier kam, war auch mein Ziel, in die Pflegeeinrichtungen zu landen.
Und zum Glück habe ich dann mich im Immanuel Krankenhaus als Pflegehelfer ausgebildet. Damals war nur ein Jahr, aber jetzt gibt es nicht mehr.
Julia Nogli: Ach, die gibt es gar nicht mehr, diese Einjährige?
Abdikadia Yussuf Abdi: Jetzt gibt es nur Pflegefachassistenzen, die anderthalb Jahre dauern. Und habe ich dann erfolgreich das abgeschlossen. Habe ich dann als Pflegehelfer im Immanuel Krankenhaus geleistet für fast ein Jahr.
Und ja, also dann kommt die andere Ausbildungswünsche von den Kollegen, weil in einem Jahr lernt man am meisten nicht viel. Und habe ich dann im 2023. Oktober mit meiner Pflegefachkraft-Ausbildung angefangen.
Julia Nogli: Und wie ist diese Ausbildung? Praxis und Schule oder wie sieht es aus?
Abdikadia Yussuf Abdi: Erst mal praktisch. Praktisch und theoretisch lernt man. Es heißt jetzt die Ausbildung Generalisierte Pflegeausbildung.
Und es ist die Kinderkrankenpfleger, Altenpfleger und normale Krankenpfleger zusammengebunden. Deswegen macht man dann praktisch auch über alle Einrichtungen, wo man Wissen kriegen kann.
Julia Nogli: Frau Sommerfeld, jetzt haben wir es schon gehört. Generalisierte Pflegefachkraft sozusagen. Gibt es noch andere Ausbildungen oder ist das jetzt das Einzige?
Manuela Sommerfeld: Bei uns in der Klinik, wir bilden operationstechnische Assistenten noch aus. Das ist auch eine dreijährige Ausbildung und eben die anderthalbjährige Ausbildung zum Pflegefachassistenten. Das ist ein super Einstieg, um dann eben zu sagen, ich möchte im Anschluss noch die dreijährige Ausbildung und eben examinierte Pflegefachkraft fahren.
Das ist sehr gut, weil gerade in der anderthalbjährigen Ausbildung sind eben doch die Sprachbarrieren ein großes Hindernis und das ist ein super Sprungbrett, um sich da eben für die dreijährige Ausbildung perfekt vorzubereiten. Und auch da hilft man aber schon. Die brauchen Sie auch, die Leute.
Natürlich, natürlich. Letztendlich haben wir jetzt gerade Ende April zwei Auszubildende, die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Und die eine verlässt uns leider, die andere bleibt bei uns und hat eben vor, dann im Oktober in die dreijährige Ausbildung zu starten.
Und letztendlich ist das jetzt für uns auch eine komplett neue Berufsgruppe, wo wir eben jetzt schauen müssen, wo können wir eben die neuen Mitarbeiter einarbeiten und einsetzen. Das ist eine spannende Sache. Also wir entwickeln uns ja eben auch immer weiter.
Und letztendlich, ja, wir lernen von den Auszubildenden. Wir lernen untereinander. Das ist ein ständiges Geben und Nehmen.
Julia Nogli: Stimmt, das verändert sich. Wie ist denn die Nachfrage? Ist die immer noch so gering oder wird es besser?
Bezahlung ist ja auch ein bisschen besser geworden.
Manuela Sommerfeld: Also ich würde mir eine größere Nachfrage wünschen. Mehr junge Leute überhaupt in die Pflege. Also für mich war es von Anfang an mein Kindheitstraum, dass ich in der Pflege arbeite.
Bin auch glücklich, könnte mir auch gar nichts anderes vorstellen. Aber wie gesagt, die Resonanz, die Nachfrage ist wirklich schwierig.
Julia Nogli: Weil viele Leute dann eher irgendwie studieren oder ein anderes. Gibt ja auch eine unfassbare Vielfalt von Berufen. Aber das ist sowas Reelles.
Also man kriegt ja auch viel wieder.
Manuela Sommerfeld: Man bekommt viel wieder. Dankbarkeit eben halt, Anerkennung. Also das ist eigentlich ein ganz toller Beruf.
Und letztendlich mit dem Abschluss nach den drei Jahren hat man ja auch noch ganz viele Möglichkeiten, in andere Bereiche eingesetzt zu werden. Abschlüsse, Qualifizierung, Weiterbildung zu absolvieren. Also man bleibt ja da eben nicht auf einem Punkt stehen, sondern ja, es gibt so viele Fördermöglichkeiten, die kann man jetzt hier gar nicht aufzählen.
Also das ist wirklich ein ganz großer, breiter Fächer. Das ist eine tolle Sache.
Julia Nogli: Okay, Herr Abdi, vielleicht so zu Ihren Erfahrungen. Haben Sie jetzt schon eine Tendenz, welchen der drei Bereiche Sie später gerne machen wollen oder was macht Ihnen da am meisten Spaß?
Abdikadia Yussuf Abdi: Also in die Ausbildung lernt man meistens die Einrichtungen von der Altenpflege und Krankenpflege. Also leider haben sie wenig Zeit für Kinderkrankenpfleger-Unterrichten. Aber man macht ja auch einen Einsatz für Kinderkrankenpfleger, wenn man später Interesse hat.
Und das habe ich auch in Königin Elisabeth Herzberg in Lichtenberg gemacht. War ein sehr kurzer Einsatz, aber war sehr, sehr schön. Also nach der Ausbildung, wie Frau Sommerfeld gesagt hat, es geht um Verbindung mit Menschen.
Und das war auch mein Traum. Nicht nur, also meine Leistung gebe ich jetzt nicht nur ums Geld, sondern die Dankbarkeit, die ich täglich sehe und bekomme. Und das macht mir dann persönlich in Ruhe.
Und wenn ich jetzt nach Hause komme, nach dem Dienst, fühle ich mich, dass ich einem Menschen geholfen habe. Und das ist die Sache, was meistens die Jugend jetzt nicht ganz verstanden hat. Wenn man jetzt direkt eine Pflegefachkraft ausbildet oder Pflegeausbildung nennt, dann denken sie, dass das nur um Körperwaschen oder die Aufgaben, die die nur so als Nachteil gesehen werden, sehen.
Also es ist mehr als was, was die Gesellschaft denkt, die Pflege. Und denke ich, dass man muss ja reinkommen, dass man das sieht. Und ich bin seit 2021 September hier im Haus, im Immanuel-Krankenhaus.
Und ich habe überall vom Bundeswehrkrankenhaus bis Diakonie Hospiz mein letzter Einsatz gemacht. Und ich bin soweit zufrieden. Und ich hoffe, dass ich jetzt mit meinem Examen gut komme und weiter die Kollegen vielleicht im Immanuel Krankenhaus weiterhelfen.
Julia Nogli: Ja, Sie sagten es schon richtig. Es geht nicht nur um diese körperliche Versorgung, obwohl da machen sie ja sicher auch viel. Ich nehme an, auch Spritzen geben.
Sie machen ja auch medizinische Dinge, sondern die Leute im Krankenhaus sind in einer Ausnahmesituation. Die wollen da eigentlich nicht sein. Die wollen zu Hause sein, aber die sind da.
Und jetzt kommen sie ins Zimmer und dann sehen sie manchmal ein Lächeln, hoffentlich, weil sie schon auch eins mitbringen. Genau.
Abdikadia Yussuf Abdi: Also das ist, ja, das ist unbezahlbar. Das ist unbezahlbar, wenn ja, also Mensch, ein Mensch als Mensch fliegen. Es ist ein großes Thema in unserer Ausbildung auch.
Und egal, was passiert, was da die Situation war, wie Schmerzen dieser Patient hat, gehen wir damit mit Professionalität und als Mensch. Und nach ein paar Minuten wird es dann die Situation verändert und die Patienten lachen mit uns und spielen mit uns. Und ja, manche, wenn sie uns verlassen, schreiben sie auch uns einen Noten oder so, dass wir, ja, dass sie dankbar sind.
Und ja.
Julia Nogli: Stimmt, es gibt so ein Feedback, so ein kleines. Es ist schön, wenn die Leute das machen auch.
Wie ist es mit den Schichten, frage ich sie zuerst. Frau Sommerfeld, das ist ja natürlich auch mal so was, Schichtdienst. Aber es geht nun mal nicht anders.
Krankenhaus kann nicht abends abgeschlossen werden und keiner ist mehr da. Wie ist das verteilt? Und gibt es da auch Phasen, z.B. wenn man ein Kind bekommt oder so, wo man da dann raus ist? Oder wie wird das gemanagt?
Manuela Sommerfeld: Also ich kann das jetzt sehr gut aus meiner Alten, also aus meiner Erfahrung berichten. Ich habe gerne im Schichtdienst gearbeitet. Ich habe eben auch gerne eben Spätdienst gemacht.
So hatte man vormittags eben halt wunderbar Zeit, Dinge zu erledigen, Arzttermine oder, oder, oder. Das ist mir jetzt seit fast sechs Jahren eben halt nicht mehr gegönnt in der Arbeitszeit von Montag bis Freitag. Also manchmal sehne ich mich da wirklich sehr zurück.
Julia Nogli: Das ist das Höchstinteressante.
Manuela Sommerfeld: Nach dem Schichtdienst, also beide Seiten eben zu sehen. Aber letztendlich wird bei den Auszubildenden in der Ausbildung wird eben halt wirklich darauf geachtet, dass die eben halt einen regelmäßigen Wechsel haben. Natürlich müssen alle Dienste abgedeckt werden und auch absolviert werden in der Ausbildung.
Und da wird wirklich drauf geachtet. Die Auszubildenden bei uns haben eben halt ja den Riesenluxus, dass sie Auszubildende sein können und auch in dieser Rolle wahrgenommen werden. Also sie sind jetzt nicht nur dafür da, unser Team zu unterstützen, sondern sie sind zusätzlich.
Und das ist, finde ich jedenfalls, eine sehr gute Voraussetzung, um eben halt der Rolle als Auszubildender gerecht zu werden.
Julia Nogli: Wie ist es bei Ihnen, Herr Abdi, so Nachtschichten und so weiter?
Abdikadia Yussuf Abdi: Ja, also soweit, ich bin jetzt ja in die Ausbildung seit zweieinhalb Jahren. Ich habe jetzt die letzten sechs Monate und soweit habe ich fünf Nächte gemacht. Also wir sind verpflichtet, zehn Nächte zu absolvieren in den drei Jahren.
Und ich habe noch fünf Nächte, also die ich jetzt bei meinem Arbeitgeber machen will, also Wünsche. Ansonsten, ja, wie Frau Sommerfeld gesagt hat, es ist, was wir haben, ist eigentlich hier Luxus. Aus meiner persönlichen Meinung, wenn ich jetzt im Haus bin, die Praxisanleitung, also kümmern über unsere Arbeits-, also Dienstpläne.
Und es wird uns dann gefragt, wenn wir einen Termin haben, wenn wir einen Freitag haben wollen oder so. Vorher, also es gibt einen Wunschplan, die vor zwei Monaten vorbereitet werden muss. Und da kommen wir dann da rein.
Und wenn irgendwas geändert ist, dann kontaktieren wir entweder Frau Sommerfeld oder die Praxisanleitung, also persönlich da, genau.
Julia Nogli: Frau Sommerfeld, eben klang es schon an, es ist natürlich unterschiedlich, in welcher Klinik man ist. Man kann das ja gar nicht so pauschalisieren, wie dieser Beruf sich anfühlt und wie er ausgeübt wird. Gibt es denn, würden Sie sagen, eine besondere Atmosphäre oder Haltung bei Emanuel?
Manuela Sommerfeld: Also schon alleine nur meine langwierige und langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen macht eigentlich schon deutlich, dass es eben halt eine sehr hohe Wertschätzung, Anerkennung für unseren Beruf gibt. Und natürlich gibt es in jedem Job Höhen und Tiefen, gute und schlechte Zeiten. Aber die guten und die anerkennenden Zeiten überwiegen.
Julia Nogli: Das spielt natürlich eine große Rolle, Herr Abdi, würden, wie ist es für Sie auch so im Team? Gibt es auch andere Menschen mit Migrationsgeschichte oder sind Sie da der Exot? Oder wie ist das für Sie?
Abdikadia Yussuf Abdi: Also Immanuel Albertinen Diakonie ist eine Einrichtung, die für alle Menschen da ist. Auf den Stationen soweit gibt es viele Geflüchtete aus Afrika und aus Asien und aus Nordamerika. Ja, also es ist eine große Einrichtung und ich fühle mich, wie ich jetzt zu Hause bin im Emanuel Krankenhaus, weil wir haben Pflegefachkräfte, die aus Eritrea sind, die aus Äthiopien sind, aus Indien, also verschiedene Länder.
Also wir sind Multikulti und das macht Emanuel ein bisschen besonders. Also und das ist die Sache, die ich jetzt täglich nach, also dorthin fahren muss. Ich wohne in Prenzlauer Berg und ich arbeite am Wannsee.
Und das ist die Sache, was mir täglich da bringt, weil ich so ein sehr gutes Team da habe, die mir unterstützen. Egal, was passiert und egal, in welcher Situation bin ich.
Julia Nogli: Und die Familie ist stolz darauf, was Sie erreicht haben?
Abdikadia Yussuf Abdi: Die sind super stolz, besonders Mama. Ich bin bei Mama aufgewachsen mit sieben Geschwistern. Sie ist sehr stolz und sie ruft mich täglich an, um meine Situationen zu nachfragen.
Und wir haben eine sehr enge Verbindung. Und ja, sie ist der Hintergrund von meinem Erfolg. Und sie ist, also sie war da vom Anfang bis jetzt und sie drückt mich dann täglich nach vorne.
Julia Nogli: Ja, okay. Dann wünsche ich weiter da viel Erfolg und dass Sie das gut abschließen. Das scheint ja Frau Sommerfeld gar nicht in Frage zu stellen, oder?
Nein, keinesfalls. Am Internationalen Tag der Pflege haben wir von Abdi Kadir Yusuf Abdi gehört, der aus Somalia ursprünglich stammt und nun bald seine dreijährige Ausbildung als Pflegefachmann am Immanuel Krankenhaus Wannsee abschließt. Und zu Gast im Studio ist auch die Ausbildungsleiterin Pflege Manuela Sommerfeld.
Wenn Sie mehr wissen möchten zum Thema Ausbildung in der Pflege, schauen Sie für mehr Infos hier auf Paradiso.de in unserer Mediathek. Da gibt es die ganze Sendung auch noch mal zum Nachhören und haben Sie einen gemütlichen Abend mit Radio Paradiso.