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20.10.2015

Osteoporose kann jeden treffen

Zum Welt-Osteoporosetag 2015 zeigt Chefärztin Dr. med. Maya Hellmich, wie man dem Knochenschwund vorbeugen kann und welche Therapiemöglichkeiten es gibt.

Das Ärzteteam um Dr. med. Hellmich

Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine weit verbreitete Erkrankung, die in jedem Alter auftreten kann. Die Knochenmasse nimmt verstärkt ab, und es kommt zu einem Verlust der Knochenstruktur. Dies läuft zunächst unbemerkt ab - bis bei einem leichten Sturz oder bei eigentlich normalen Alltagsbewegungen der Knochen bricht.

Mit steigendem Lebensalter, durch andere Krankheiten wie zum Beispiel Rheuma oder durch Medikamenteneinnahme von beispielsweise Cortison steigt das Risiko, einen Bruch zu erleiden. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, doch treffen kann es jeden.

Vorbeugen – aber wie?

Wie lässt sich einer Osteoporose vorbeugen? Dr. med. Maya Hellmich, Chefärztin der Abteilung für Osteologie und Stoffwechselerkrankungen am Immanuel Krankenhaus Berlin, empfiehlt: „Die beste Vorsorge ist eine gesunde Lebensführung, das heißt ausreichend Schlaf, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Auf das Rauchen sollte verzichtet werden, Kaffee oder Alkohol nur in Maßen genossen werden.”

Eine ausreichende Vitamin D-Versorgung ist anzustreben. Durch Aufenthalte im Freien bei Sonnenstrahlung wird die Bildung des Vitamins im Körper angeregt. Manchmal kann der Körper jedoch nicht genügend Vitamin D produzieren und es liegt ein Vitamin-D-Mangel vor. Dann helfen spezielle Vitamin-Präparate. „Auch Stress kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen“, ergänzt die Chefärztin „hier helfen Stressbewältigungsstrategien wie zum Beispiel progressive Muskelentspannung oder Meditation.“

Knochendichte-Messung als Prophylaxe für Risikogruppen

Das tückische an der Osteoporose: sie entwickelt sich meist unerkannt. „Erst wenn sie bereits fortgeschritten ist, macht sie sich durch starke Schmerzen, Funktions- und Beweglichkeitseinbußen bemerkbar. Vorab bemerken Patienten mitunter diffuse Rückenschmerzen, die sie nicht zuordnen können“, meint Dr. med. Maya Hellmich. Es gelte also, es gar nicht erst bis zum Knochenbruch kommen zu lassen. Je früher eine beginnende Osteoporose diagnostiziert werden kann, desto besser kann ihr mit vorbeugenden Behandlungen begegnet werden.

Menschen mit besonderen Risikofaktoren sollten sich daher prophylaktisch untersuchen lassen, bevor die ersten Schmerzen oder Knochenbrüche auftreten. Zu den stärker gefährdeten Gruppen gehören u.a. Raucher, Frauen in der Menopause, Menschen mit chronischen Darmerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder Rheuma sowie Patienten, die Cortison einnehmen müssen oder in deren Familie bereits gehäuft Knochenbrüche oder eine diagnostizierte Osteoporose auftreten.

So wird Osteoporose diagnostiziert und behandelt

„Eine erste Einschätzung bezüglich der Gefährdung, eine Osteoporose zu entwickeln, bietet die Vorstellung in unserer Spezialambulanz. Dabei wird neben dem gründlichen Erfassen des Risikoprofils auch die Knochendichte gemessen“, erklärt Dr. med. Maya Hellmich. Sollte es notwendig sein, müsse die Diagnostik noch um Labor- und Röntgenuntersuchungen erweitert werden.

Besteht bereits eine schwere Osteoporose mit Wirbelkörperbrüchen und Schmerzen, kann eine stationäre Aufnahme zur weiteren Abklärung, Behandlung der Osteoporose und integrativen Schmerztherapie sowie Verhaltensschulung erfolgen. Der Verlauf einer Osteoporose lässt sich auch dann noch positiv beeinflussen. Dennoch bleibt: Vorbeugen ist gegen Osteoporose die beste Medizin.

 
 
 
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