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12.05.2018

Besuch aus Amerika

Studierende der Pflege, Physiotherapie und Radiologie aus Omaha, Nebraska, besuchten in der Woche des Internationalen Tags der Pflege das Immanuel Krankenhaus Berlin, um mehr über das deutsche Gesundheitssystem zu erfahren.
Vorbereiten in der Hygieneschleuse: Schwester Franziska Weber (links) führt einen Teil der Reisegruppe aus den USA in den OP.

Vorbereiten in der Hygieneschleuse: Schwester Franziska Weber (links) führt einen Teil der Reisegruppe aus den USA in den OP.

Die Akupunkturmatte: Pflegeleiterin Kathrin Altrichter (rechts) stellt dem Besuch naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten vor.

Die Akupunkturmatte: Pflegeleiterin Kathrin Altrichter (rechts) stellt dem Besuch naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten vor.

In der Woche des Internationalen Tags der Pflege empfing das Immanuel Krankenhaus Berlin eine Gruppe amerikanischer Pflegestudierender. Die Reisegruppe des Clarkson College aus Omaha, Nebraska, der auch einige Studierende der Physiotherapie und der Radiologie sowie Alumni angehörten, kam am 9. Mai nach Wannsee. Sie wollten mehr über das deutsche Gesundheitssystem erfahren und die Arbeit von Pflegekräften und Physiotherapeuten in der Rheumatologie, Orthopädie und Naturheilkunde kennenlernen. Pflegedirektorin Martina Kringe hatte den Besuch für die internationalen Gäste perfekt koordiniert und vorbereitet.

Nach einem Vortrag über das Gesundheitswesen in Deutschland und über das Immanuel Krankenhaus Berlin, den sie in bestem Englisch hielt, übergab Rheumatologie-Krankenschwester Franziska Weber die 27-köpfige Gruppe an den Leiter der Physiotherapie, Frank Ruppenthal, für eine Führung durch die Räumlichkeiten: Turnhalle, Therapiebecken, Kältekammer und den Bereich für Einzeltherapie. Nach Einblicken in zwei Patientenzimmer – ein neues Komfortzimmer und ein Dreibett-Zimmer – kam ein besonderes Highlight: Umziehen in der Hygieneschleuse und immer zu viert einen Operationssaal der Orthopädie ansehen. „Wir haben erfahren, dass der OP zwar recht klein, aber dafür einer der am modernsten ausgestatteten in Berlin ist“, berichtete eine begeisterte Teilnehmerin.

Thank you, danke!

Anschließend stellte Kathrin Altrichter, Pflegerische Leitung der Ebene 3 mit den Schwerpunkten Naturheilkunde und Osteologie, der Gruppe naturheilkundliche Methoden in der Pflege vor. „Wir wollen den Patienten immer auch Möglichkeiten zeigen, wie sie mit einfachen Hausmitteln und Methoden selbst für sich sorgen können“, erklärte sie den neugieren Besuchern, die bislang wenig über Naturheilkunde als Komplementärmedizin im schulmedizinischen Kontext wussten.

„Wir machen jedes Jahr so eine Reise nach Europa. Aber so gut wie im Immanuel Krankenhaus Berlin sind wir selten empfangen worden. So nahe Einblicke haben wir bisher noch nicht erhalten“, sagte die akademische Leiterin der Studienreise Marilyn Rosmann. „Vielen Dank, thank you so much!“

Deutsches Gesundheitssystem beeindruckt amerikanische Gäste

Die im Vergleich zu den Vereinigten Staaten exzellente medizinische Absicherung für jedermann in Deutschland bewegte die Besucher besonders. Dass etwa Kinder völlig kostenlos behandelt werden und mitversichert sind bei ihren gesetzlich versicherten Eltern, dass sich niemand hoch verschulden muss, weil er oder sie krank wird, dass alle Zugang zu einer Krankenversicherung haben und für Medikamente für Erwachsene vergleichsweise geringe Zuzahlungen leisten müssen, konnten die Gäste kaum glauben.

Die Studierenden waren am meisten überrascht davon, dass das Immanuel Krankenhaus Berlin die Ausbildungskosten für seine Azubis übernimmt und ihnen zusätzlich für die im Krankenhaus geleistete Arbeit 1.000 Euro im Monat zahlt. Denn in den USA ist eine Collegeausbildung teuer – und nur über diese kann man dort Pflegefachkraft oder Physiotherapeut werden. Ein Semester am Clarkson College in Nebraska kostet pro Semester durchschnittlich 6.000 Dollar Studiengebühren.

Teure Ausbildung in den USA

Auch für die klinische Arbeit, die sie im Krankenhaus leisten, müssen die Studierenden Kursgebühren zahlen. So gehen die meisten neben den Unikursen und der Arbeit im Krankenhaus zusätzlich noch jobben, um ihre Ausbildung bezahlen zu können. Und dennoch beginnen sie nach Ausbildungsabschluss ihren Berufsalltag hoch verschuldet, wenn ihre Eltern das Geld nicht vorher ersparen konnten oder sie keine Stipendien erhalten haben.

Der Austausch zwischen deutschen und amerikanischen Pflegekräften war erhellend für beide Seiten.

Herzlichen Dank an Pflegedirektorin Martina Kringe, Franziska Weber, Kathrin Altrichter und Frank Ruppenthal, dass Sie den Besuch ermöglicht haben. Dank auch an alle Beteiligten auf der Station und im OP. Dank Ihnen hat das Immanuel Krankenhaus Berlin nun bis nach Omaha, Nebraska, im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten einen hervorragenden Ruf. Herzlichen Dank an die Reisenden für ihren Besuch!

 
 
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