Sprunggelenksersatz

Pro Jahr gibt es geschätzt 10.000 neue Fälle von Arthrose im oberen Sprunggelenk. Bei ausgeprägter Arthrose im Sprunggelenk hat die Endoprothetik des oberen Sprunggelenks ihre Berechtigung und im letzten Jahrzehnt auch durch die Einführung neuer Dreikomponentenendoprothesen an Bedeutung gewonnen.

Obwohl für den jüngeren Patienten, der seine Arbeitsfähigkeit mit voller Belastung erhalten möchte, die Versteifung des Sprunggelenkes eine sehr gute Option ist, kann nach ausführlicher Beratung über Möglichkeiten und Risiken und bei Einhaltung gewisser Kriterien (Normalgewicht, moderate körperliche Belastung, gute Knochenqualität, gerade Achsen und gute Bandführung), die Endoprothesenimplantation des Sprunggelenkes angeboten werden.

Neben einer „klassischen“ Indikation, also einem akzeptierten Behandlungsvorschlag, bei Rheumapatienten können die Prothesen der neueren Generation auch bei jüngeren Patienten mit einer Arthrose im oberen Sprunggelenk eingesetzt werden. Obwohl die meisten Patienten zwischen 50 und 60 Jahre alt sind, werden Sprunggelenksprothesen auch bei jüngeren Patienten (unter 30 Jahre) eingesetzt.

Prothese oder Arthrodese?

Diese Entscheidung muss nach ausführlicher Aufklärung getroffen werden und hängt von sehr vielen Faktoren ab. Absolute Indikationen oder Kontraindikationen finden sich auch, aber viele Abwägungen sind relativ.

Wenn zusätzlich zu einer schmerzhaften Arthrose folgende Diagnosen vorliegen, würden wir eher zu einer Versteifung raten:

  • Defekte und Fehlstellung, die nicht zu korrigieren sind
  • Infektion oder eine abgelaufene Infektion
  • Lähmungen
  • Versagen einer einliegenden Sprunggelenksprothese

Betreuung der Patienten

Zunächst werden Sie in unserer Sprechstunde eingehend untersucht. Ihre Lebenseinschränkung, die Einschränkung der Aktivitäten des täglichen Lebens und Ihre Erwartungen an die Operation werden erfasst. Alle Vorbefunde, die Sie vom Hausarzt oder vom einweisenden Facharzt mitbringen, werden mit Ihnen ausgewertet. Wir schauen uns mit Ihnen zusammen Ihr Röntgenbild an und erklären Ihnen dann die Operation.

Dazu gehört, dass wir mit Ihnen zusammen die entsprechende Prothese und die Art der Verankerung besprechen. Wir werden dann erklären, wie es unmittelbar nach der Operation und im Verlauf des Aufenthaltes im Krankenhaus weitergeht. Angehörige werden von uns am Operationstag informiert. Mit Ihnen wird dann die Möglichkeit einer Rehabilitation besprochen und geklärt, ob eine stationäre oder ambulante „Kur“ in Frage kommt. Alle Fragen zur „Haltbarkeit“ der Prothese, zur Integration in Ihr tägliches oder berufliches Leben und Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten werden wir mit Ihnen klären. Abgerundet wird dieser Erstkontakt durch einen individuellen Behandlungsplan, den Sie beim Abschluss des Gespräches ausgehändigt bekommen.

 
 
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Ansprechpartner

  • Dr. med. Peter Naatz
    Chefarzt der Abteilung für Untere Extremität, Endoprothetik, Fuß- und Wirbelsäulenchirurgie am Immanuel Krankenhaus Berlin

    Chefarzt-Sekretariat
    Annegret Randow
    Immanuel Krankenhaus Berlin Königstraße 63
    14109 Berlin-Wannsee
    T 030 80505-282
    F 030 80505-285
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