Arthrose des unteren Sprunggelenks

Bei einer Arthrose des unteren Sprunggelenks treten Beschwerden als unspezifischer Ruhe- und Belastungsschmerz auf, der vor allem durch Gehen mit inadäquaten Schuhen auf unebenem Grund verstärkt wird.

Was ist Arthrose des unteren Sprunggelenks?

Arthrosen im Bereich des unteren Sprunggelenks können die drei Anteile Subtalargelenk, Talonaviculargelenk und Calcaneocuboidgelenk gemeinsam oder getrennt voneinander betreffen. Teilweise gehen sie mit einer Fehlstellung des Rückfußes sowie des Längsgewölbes einher. Meist besteht hier eine Kombination aus einer Valgusfehlstellung des Rückfußes (Wegknicken der Ferse nach außen) und einem Plattfuß. Wie bei allen Arthrosen kommt es zu einem Verschleiß des Gelenkknorpels mit Verschmälerung des Gelenkspalts, einer verstärkten Mineralisation des darunter liegenden Knochens und Ausbildung knöcherner Anbauten (Osteophyten).

Ursachen

Meist ist die Ursache der Arthrosen im Bereich des unteren Sprunggelenks nicht bekannt. Teilweise kann ein vorangegangenes Trauma mit Schädigung der knorpeltragenden Gelenkanteile die Entstehung einer Arthrose begünstigen. Auch eine vorbestehende Fehlstellung des Rückfußes kann zu einer Arthrose des unteren Sprunggelenks führen. Selten kommt eine Durchblutungsstörung im Bereich der gelenkbildenden Knochen ursächlich in Betracht. Häufig treten Arthrosen sowie Fehlstellungen des unteren Sprunggelenks im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen sowie Stoffwechselstörungen wie z.B. Gicht auf.

Diagnostik

Beschwerden treten als unspezifischer Ruhe- und Belastungsschmerz auf. Vor allem beim Gehen auf unebenem Grund findet eine Bewegung im unteren Sprunggelenk statt, daher bringt das Tragen von festen Schuhen den betroffenen Patienten häufig noch eine Linderung für gewisse Zeit. Neben der ausführlichen Anamnese erfolgt zunächst eine klinische Untersuchung.

Hierbei werden schmerzhafte Bewegungsabläufe, Fehlstellungen und eventuelle Instabilitäten beurteilt. Wichtig sind hierbei auch die Haut- und Weichteilverhältnisse, eventuell vorhandene Durchblutungs- oder Empfindungsstörungen. Als bildgebende Diagnostik wird in den meisten Fällen ein Röntgenbild des Fußes in 2 Ebenen unter Belastung angefertigt. Zur weiteren Diagnostik kann die Durchführung einer MRT- oder CT-Untersuchung notwendig werden, welche dann von uns in die Wege geleitet wird.

Therapie

Konservative Therapie

Als konservative Therapie hat sich das Tragen sprunggelenksstabilisierender Schuhe oder Bandagen bewährt. Zusätzlich profitieren die meisten Patienten mit fortgeschrittenen Arthrosen zunächst auch noch von einer orthopädischen Schuhversorgung, welche die Bewegung im Bereich des Rückfußes minimiert. In frühen Stadien der Arthrose können intraartikuläre Injektionen, manualtherapeutische Mobilisationen und Röntgenreizbestrahlung angewandt werden. In ausgewählten Fällen kann eine Radiosynoviorthese durchgeführt werden.

Operative Therapie

Bei sehr ausgeprägten Beschwerden, schnellem Voranschreiten der Erkrankung und nach ausgereizter konservativer Therapie kommen unterschiedliche operative Verfahren in Betracht, welche sich nach dem Ausmaß der Arthrose und eventuell vorhandenen Fehlstellungen und Instabilitäten richten. Falls eine  Arthrose des oberen Sprunggelenks oder der Fußwurzel vorliegt, kann diese in der gleichen Sitzung adäquat mitbehandelt werden.

  • Rückfußarthrodesen (monoartikulär vs. Triple)

 

 

 
 
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