Kniegelenksarthrose

Kniegelenksarthrose ist der vorzeitige Verschleiß der knorpeligen Gelenkflächen des Kniegelenkes. Er geht mit Bewegungseinschränkungen und Schmerzen vor allem unter Belastung und bei Beugung und Rotation des Unterschenkels einher.

Was ist Kniegelenksarthrose?

Die Arthrose des Kniegelenks (Gonarthrose) ist eine fortschreitende, degenerative Erkrankung. Sie führt zur Zerstörung des Gelenkknorpels, abnormen Reaktionen des angrenzenden Knochens und zur Entzündung des betroffenen Gelenkes (aktivierte Arthrose).

Symptome

In der Regel äußert sich die Gonarthrose durch Schmerzen auf der Innen- oder Außenseite des Gelenks sowie Schmerzen hinter der Kniescheibe. Zusätzlich besteht häufig ein typischer Anlaufschmerz und ein sich verschlechterndes Gangbild (Schonhinken). Es treten Bewegungseinschränkungen mit Schmerzen vor allem unter Belastung und bei Beugung und Rotation des Unterschenkels auf. Im fortgeschrittenen Stadium bestehen dann häufig auch Schmerzen in Ruhe. Es kommt zu einer Abnahme der Mobilität und der Lebensqualität und zu einer Zunahme von Begleiterkrankungen.

Ursachen

In den meisten Fällen handelt es sich um primäre, idiopatische Gonarthrosen. Das bedeutet, die Ursache der Arthrose ist nicht bekannt. Oft ist es jedoch auch so, dass eine Fehlstellung (X-Bein, O-Bein), Erkrankungen in der Kindheit (z. B. Morbus Blount), Durchblutungsstörungen des gelenktragenden Knochen (Osteochondrosis dissecans, Morbus Ahlbäck), Überbelastungen (z. B. Übergewicht), Verletzungen, Entzündungen (z. B. Rheumatoide Arthritis, Gelenksinfektionen) ursächlich mit der Entstehung einer Arthrose des Kniegelenks zusammenhängen.

12. Februar 2013

Kniegelenksarthrose

Dr. med. Peter Naatz, Chefarzt der Abteilung Untere Extremität, Endoprothetik und Fußchirurgie, über Kniegelenksarthrose.

Diagnostik

Die Diagnostik beim Verdacht auf eine Gonarthrose besteht aus einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Anschließend führen wir in der Regel eine Röntgenuntersuchung durch. Je nach Befund sind zusätzlich Laboruntersuchungen, oder weitere bildgebende Verfahren wie Computertomographie, Magnetresonanztomographie (Kernspin), Ultraschall (Sonographie) notwendig.

Therapie

Konservative Therapie

Die nicht-operative Therapie der Kniegelenksarthrose erfolgt durch eine adäquate Schmerztherapie und je nach Fortschritt der Erkrankung ggf. durch lokale Injektionen (Hyaluronsäure, Cortison). Zusätzlich kommen alternative medizinische Methoden und Naturheilverfahren zur Anwendung. Des Weiteren kann eine Entlastung des betroffenen Beins eine Linderung der Beschwerden bewirken. Krankengymnastik trägt zur Muskelkräftigung und zum Erhalt der Beweglichkeit bei. Sämtliche konservativen Therapiemaßnahmen richten sich jedoch ausschließlich gegen die Symptome der Erkrankungen und können den Verlauf der Arthrose allenfalls aufhalten oder verlangsamen.

Operative Therapie

Die Entscheidung zu einer operativen Therapie der Kniegelenksarthrose erfolgt in Abhängigkeit von der Ausprägung des Knorpelschadens und dem Ausmaß der Arthrose, Fehlstellungen sowie eventuell vorhandenen Durchblutungsstörungen. Darüber hinaus sind natürlich weitere Faktoren wie das Alter des Patienten (keine Alterslimitierung), Begleiterkrankungen, Erwartungen und Voroperationen wichtig für die Entscheidung zu einer Operation.

  • Kniegelenksarthroskopie
  • Kniegelenksersatz (Teilprothese, Totalendoprothese, Gleitlagerersatz)
  • Achsumstellung
  • Patientenindividualisierte Schnittblöcke (Trumatch)



 
 
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