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21.06.2016

Sportlehrer trotz Hüftgelenksprothese

Erst als als ihm keine andere Möglichkeit mehr blieb, entschied sich Patient Manfred Heese für die Implantation einer Hüftgelenks-Endoprothese. Jetzt kann er sogar wieder in seinem alten Beruf arbeiten.
Immanuel Krankenhaus Berlin - Untere Extremität - Nachrichten -  Sportlehrer trotz Hüftgelenksprothese

Manfred Heese unterrichtet seine Sportklasse - mit neuem Hüftgelenk. Foto: Manfred Heese

Schmerzen und die Einschränkung der Beweglichkeit sind für jeden ein schwerer Einschnitt im Leben, für Manfred Heese war es eine Katastrophe. Als Fitnesstrainer unterrichtete er vor allem Jazzdance und Aerobic, besonders sprung-, dreh- und bewegungsintensive Sportarten. Damit war vor drei Jahren plötzlich Schluss. Der 54-Jährige hatte eine fortgeschrittene Arthrose im linken Hüftgelenk, nun war der Hüftkopf eingebrochen. Manfred Heese konnte nicht mehr gehen und hatte starke Schmerzen.

Schmerzen machten das Arbeiten unmöglich

„Als ich damals die Diagnose erfuhr, war ich sehr hilflos, weil die Erkrankung so massiv und plötzlich auf mich zukam und drohte meine berufliche Existenz zu vernichten“, sagt Manfred Heese, der 36 Jahre lang als Sportlehrer gearbeitet hatte. Durch eine angeborene Fehlstellung, die jahrelang unbemerkt blieb, hatte sich die schleichende Arthrose entwickelt. Die Befunde an seiner Hüfte verschlechterten sich kontinuierlich, aber erst als die Schmerzen das Weiterarbeiten unmöglich machten, kam für ihn die Implantation einer Hüftgelenksendoprothese infrage. „Es gab keine andere Möglichkeit, sonst hätte ich es nicht gemacht“, so Manfred Heese.


Von Anfang an gut versorgt

Sein behandelnder Orthopäde empfahl ihm als Operateur Dr. Peter Naatz, Chefarzt der Abteilung Untere Extremität, Endoprothetik, Fuß- und Wirbelsäulenchirurgie am Immanuel Krankenhaus Berlin. Schon kurz nach der Aufnahme wurden ihm die ersten Sorgen genommen, meint Manfred Heese: „Im Immanuel Krankenhaus Berlin habe ich mich gut aufgehoben gefühlt und wurde gleich umfassend beraten.“ Die medizinische Versorgung stimmte von Anfang an.

Patienten profitieren von minimalinvasiven Verfahren

Seit Dr. Naatz die Abteilung vor vier Jahren übernommen hat, hat sich die Zahl der behandelten Patienten mehr als verdoppelt und die Abteilung konnte sich mit hervorragenden Behandlungsergebnissen in Berlin und Brandenburg etablieren. Pro Jahr werden dort inzwischen mehr als 400 Knie- und Hüftgelenksendoprothesen implantiert, Tendenz steigend. Inzwischen tauscht das Team zusätzlich bei über 80 Patienten im Jahr Prothesen aus, die meist in anderen Kliniken implantiert wurden. Diese Wechseloperationen sind besonders anspruchsvoll.

Auch bei komplizierten Arthrosen können am Wannsee Hüftgelenksprothesen minimalinvasiv implantiert werden. Davon profitierte auch Manfred Heese. Die Operation verlief ohne Komplikationen und nach einigen Wochen war nur noch eine ca. 5 cm lange Narbe zu sehen.

Zertifizierung als EndoProthetikZentrum

Im Februar 2016 wurde die exzellente Behandlungsqualität der Abteilung Untere Extremität nun als EndoProthetikZentrum zertifiziert. Das Siegel soll den Patienten mehr Sicherheit geben, indem es die Standards der Krankenhäuser vergleichbar macht. Voraussetzung für eine Zertifizierung durch EndoCert ist der Nachweis einer großen Anzahl von Eingriffen jedes einzelnen Operateurs, der im Zentrum arbeitet. Die Abläufe rund um die Prothesenimplantation, von der Aufnahme bis zur Organisation der Nachbehandlung, werden genau geprüft. Um Ergebnissicherheit für den Patienten zu gewährleisten, muss das Risikomanagement detailliert und nachvollziehbar aufgezeichnet werden.

Erste Schritte an Tag zwei nach der OP

Manfred Heese wurde schon am ersten Tag nach dem Eingriff von den Physiotherapeutinnen wieder auf seine eigenen Beine gestellt. „Ich wollte mich sofort bewegen,“ erinnert er sich. Bis dahin musste er nur wenige Tage warten, dann konnte er mit dem Gehwagen erste Schritte unternehmen. Dass bei dem Sportlehrer ausreichend Muskulatur zur Stütze vorhanden war, erleichterte dies. Nach 10 Tagen auf der Station organisierte der Sozialdienst des Immanuel Krankenhauses Berlin die Verlegung in eine Rehaklinik.


Orthopädie und Rheumatologie Hand in Hand

Dort kam es nach einigen Tagen zu einem Zwischenfall: Der Finger des Patienten wurde plötzlich dick. Die Schwellung klang erst nach einer Weile wieder ab. Mit Verdacht auf Rheuma stellte sich Manfred Heese nach dem Rehaaufenthalt deshalb sofort wieder im Immanuel Krankenhaus Berlin vor. Dank der engen Zusammenarbeit mit der Abteilung für Rheumatologie, ließ sich der Verdacht jedoch schnell entkräften – es hatte sich wohl nur um eine einmalige Reaktion des Immunsystems auf den Eingriff gehandelt.


Zurück im Alltag

Manfred Heese ist ein Beispiel dafür, was den Erfolg der Orthopäden am Wannsee ausmacht: Sie haben den Anspruch, ihren Patienten ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität zurückzugeben. Nach etwas über vier Monaten konnte er wegen seiner guten Gesamtverfassung wieder in seinen Beruf zurückkehren. „Die Operation war im Nachhinein ein großes Glück,“ meint er. „Plötzlich sind die Schmerzen nicht mehr da!“ 

 

 

 
 
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