Lappendeckung

Bei einer Lappendeckung handelt es sich um eine Weichteildeckung mittels transplantierter oder verschobener Haut.

Was ist eine Lappendeckung?

Durch Verletzungen oder Infekte kann es zu Defekten kommen, die aufgrund ihrer Lage, mechanischen Beanspruchung oder schlechten Blutversorgung nicht direkt oder mit transplantierter Haut verschlossen werden können.

Therapieschritte und Nachbehandlung

Zunächst müssen saubere Wundverhältnisse vorliegen. Dies kann unter Umständen nur durch wiederholte chirurgische Wundtoiletten erreicht werden. Es muss entschieden werden, ob ein Lappen aus der Umgebung der Verletzung gehoben werden kann. Man kann einen Verschiebelappen, der durch seine belassene Basis durchblutet wird, oder einen gefäßgestielten Lappen bilden. Bei letzterem „hängt“ das mobilisierte Gewebe lediglich an seinen versorgenden Blutgefässen. Auch Nerven für die Sensibilität können belassen werden.

Steht kein lokales Gewebe zur Verfügung, kann ein freier Lappen benutzt werden. Hierbei wird von einer fernen Körperregion ein gefäßgestielter Lappen abgesetzt und auf ein regionales Gefäß transplantiert. Hierfür muss die Blutversorgung durch eine zuvor durchgeführte Gefäßdarstellung geprüft werden. Diese anspruchsvolle Operation erfolgt mit speziellem Mikroinstrumentarium und einem Operationsmikroskop. Hebedefekte werden entweder direkt genäht oder mittels Hauttransplantation geschlossen. Nach der Defektdeckung ist gegebenenfalls eine spezielle Lagerung und Krankengymnastik erforderlich.

 
 
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Ansprechpartner

  • Chefärzte Dr. med.
    Michael Berndsen und Dr. med. Georg Garanin
    Chefärzte der Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirugie am Immanuel Krankenhaus Berlin

    Chefarzt-Sekretariat
    Domenica Falkenberg
    Immanuel Krankenhaus Berlin
    Königstraße 63
    14109 Berlin-Wannsee
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