Ulna-Plusvariante

Bei der Ulna-Plusvariante handelt es sich um einen Ellenvorschub relativ zur Speiche.

Was ist eine Ulna-Plusvariante?

Bei der Ulna-Plusvariante bestehen belastungsabhängige Schmerzen im ellenseitgen Handgelenk, insbesondere bei dessen ellenseitiger Neigung. Durch eine „zu lange Elle“ kommt es zu vermehrter Druckeinwirkung auf diesen Anteil des Handgelenks. Daduch können der sich hier befindliche TFCC, auch „Meniskus des Handgelenks“ genannt, und die benachbarten Knorpeloberflächen Schaden nehmen. Die Elle ist anlagebedingt zu lang, die Speiche kann aber nach einem Bruch auch verkürzt zusammengewachsen sein.

Diagnose und Therapiemöglichkeiten

Auf Röntgenaufnahmen ist der Ulnavorschub zu erkennen. Dieser verstärkt sich bei Unterarmumwendbewegungen und beim Faustschluss. Daher sollten entsprechende Spezialaufnahmen durchgeführt werden. Die MRT-Untersuchungen geben Hinweise auf Knorpel- und Diskusschäden. Hier gibt es technisch bedingt aber auch falsch positive Resultate. Daher sollte vor diesem für den Patienten recht langwierigen Eingriff die Diagnose mittels einer Arthroskopie gesichert werden.

Bei dem Eingriff wird aus dem Schaft der Elle eine Scheibe herausgesägt. Deren Stärke hängt davon ab, um wieviel die Ulna verkürzt werden muß, um sie auf das Niveau mit der Speiche zu bringen. Die Elle wird dann wie bei einem Knochenbruch mit einer Platte und Schrauben fixiert. Es erfolgt eine sechswöchige Ruhigstellung im Gips. Das Material sollte für mindestens zwei Jahre belassen werden.

 
 
 
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Ansprechpartner

  • Chefärzte Dr. med.
    Michael Berndsen und Dr. med. Georg Garanin
    Chefärzte der Abteilung für Obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie am Immanuel Krankenhaus Berlin

    Chefarzt-Sekretariat
    Kathrin Mund
    Immanuel Krankenhaus Berlin
    Königstraße 63
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