Dupuytrenkontraktur

Bei der Dupuytrenkontraktur handelt es sich um eine Knoten-und Strangbildungen in der Hohlhand.

Die wichtigsten Symptome und Ursachen

Bei diesem Krankheitsbild verhärtet sich das Bindegewebe einer oder beider Handinnenflächen, was zu einer zunehmenden Streckhemmung der Fingergelenke führt. Man spricht von einer Dupuytrensche Kontraktur mit Beugekontraktur. Die zusätzlich eingewachsenen Stränge beginnen irgendwann zu schrumpfen und führen zu weiteren Bewegungseinschränkungen. Schlimmstenfalls werden die Finger im Faustschluß fixiert. 

Die grundsätzliche Ursache der bindegewebigen Veränderungen ist unbekannt. Gehäuft tritt das Krankheitsbild bei Diabetes mellitus auf, zudem sind 85 % der betroffenen Patienten Männer. Eine genetische Disposition ist der ausschlaggebende Faktor bei der Dupuytrenkontraktur.

Diagnose einer Dupuytrenkontraktur

Die Diagnose lässt sich klinisch durch einen erfahrenen Handchirurgen fast immer leicht stellen. Andere Ursachen der Beugestellungen der Finger können durch Röntgenaufnahmen ausgeschlossen werden. Während der Operation entnommenes Gewebe kann feingeweblich untersucht werden.

Mögliche Therapieformen

Die sicherste Behandlungsmehode ist die operative Entfernung der Knoten und Stränge. Dieses erfolgt unter Blutleere der Hand und mit Hilfe einer Lupenbrille, um die oft eingemauerten Blutgefäße und Nerven nicht zu verletzen. Werden die Blutgefäße stark beschädigt, kann dies zum Verlust des betroffenen FIngers führen. Eine alternative Methode ist die Nadelfasziotomie, bei der die Stränge unter örtlicher Betäubung durch kleine Nadelstiche durchtrennt weden. Diese ist jedoch nur sehr ausgewählten Fällen vorbehalten. Die Gefahr von Gefäß- und Nervenverletzung ist insbesondere am Finger sehr groß, die Rezidivrate ist erhöht.

Als weitere Therapieoption kann ein Enzym in die Hohlhand gespritzt weden, um die Knoten aufzulösen. Auch hier besteht jedoch die Gefahr, dass andere wichtige Strukturen verletzt werden.

 
 
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